„Heimat und Grenze“ – Grenzverläufe als Assoziationen

„Heimat und Grenze“ Grenzverläufe als Assoziationen

Projekt des KulturKlosters – im Zeichen von 30 Jahren Grenzöffnung 15,11,2019, 19 Uhr, Aula IGS, Duderstadt

Das KulturKloster Duderstadt ruft Kinder und Jugendliche aus den Schulen Duderstadts und der Region zusammen. Das KulturKloster bietet verschiedene Workshops mit Bildern, Klängen und Geschichten zum Thema Heimat und Grenze zu entwickeln.

Die Leiterin des KulturKlosters Kulturreferentin Katrin Oldenburg hat seit Jan. 2018 eine stabile und offene Basis geschaffen in ihrer Arbeit mit Schulen, auf die nun künstlerisch nachhaltig aufgebaut wird. Es steht für alle Verantwortlichen des Projektes ein Gedanke immer im Mittelpunkt – mit den Menschen aktiv ihre Tradition zu pflegen, und mit interdisziplinären Ansätzen diese Heimatkultur gemeinsam langfristig weiter zu entwickeln.

 

Die künstlerische Gesamtleitung hat der Leipziger Musiker und Cellist Lukas Dreyer, der sich im Thüringischen Eichsfeld durch die Gründung der Eichsfelder Domfestspiele, Schattentheater, Bilderworkshops, Vernissagen und musikalischen Lesungen in der Region immer wieder mit den Themen Heimat und Fremde auseinandergesetzt hat.

Im Zeitraum vom September bis Mitte November des Jahres entstehen in Workshops mit Duderstädter Schulen etwa 80 Bilderdrucke, die eine Ausstellung ermöglichen. Die Künstlerin Annette Funke, Halle, eine gebürtige Eichsfelderin, gestaltet mit SchülerInnen im Gelantinedruckverfahren Kunstwerke. Die ersten Ergebnisse zeigen starke Impressionen, die aus Fotomotiven entwickelt wurden.

In musikalischen Workshops werden in einem zweiten Projektschritt SchülerInnen mit verschiedenen Percussion-Instrumenten, mit Klangschalen und klassischen Instrumenten (Projekt Freiraum Syndikat) ihre eigenen Klänge finden. Dabei wird auf musikalisches Material aus der traditionellen und modernen Welt des Eichsfelds Bezug genommen. Eine Sage des Eichsfelds „Der letzte Bischoffsteiner“ wird in einer neuen Interpretation von Jan Philip Möller mit journalistischem Gespür dafür zum roten Faden in einer musikalisch geführten Geschichte. Der Stoff des gleichnamigen Eichsfelder Theaterstückes in der Fassung von 2015, der die Sagenwelt und DDR – Vergangenheit der Wende in einer fantastischen Reise zusammenführt, wird inhaltlich aktualisiert und bietet damit Raum für neue Geschichten aus dem Gesamteichsfeld.

 

Am 15. November 2019, 19 Uhr werden die Ergebnisse in der Aula der IGS Duderstadt in einem etwa einstündigen Programm präsentiert. Bereits am 14.11.19 wird das Finale in Effelder, Thüringen, in einer Vorpremiere zu erleben sein. Neben den teilnehmenden SchülerInnen aus Duderstadt werden auch die Blaskapelle von Effelder, die Eichsfelder Band Hello Grand XL und Musikschüler aus Duderstadt und Leinefelde als Gäste mit aktiv eingebunden. Die musikalische Lesung mit Vernissage bietet dem Publikum dafür ein spannendes Format. Die Impulse aus unterschiedlichsten künstlerischen Richtungen und Erfahrungen finden ihre besondere Begegnung von West und Ost im gesamtdeutschen Eichsfeld in der Zeit 30 Jahre nach der Grenzöffnung. Das Projekt des KulturKlosters und alle Beteiligten geben so weiteres Beispiel für langfristige erfolgreiche deutsch/deutsche Migration im Zeichen von gemeinsamer Tradition und erfinden von neuen Spielräumen.